Arbeitgeber beschwert sich, dass keine Beschwerde zugelassen ist

Statt mit dem Betriebsrat nun endlich in GesprÀche einzutreten zieht es der Arbeitgeber vor, weiter zu eskalieren indem er sich an das Bundesarbeitsgericht wendet.

Nachdem das Landesarbeitsgericht den Einigungsstellenspruch fĂŒr unwirksam erklĂ€rte und keine weitere Beschwerde zugelassen hat, haben wir gehofft nun endlich in konstruktive GesprĂ€che eintreten zu können um das Thema abschließend zu befrieden. Mit der Nichtzulassung einer weiteren Beschwerde legte das Landesarbeitsgericht quasi das Ende der Instanzen fest. Unser Arbeitgeber gibt sich jedoch damit nicht zufrieden und hat sich nun beim Bundesarbeitsgericht (BAG) durch das Einlegen einer sogenannten Nichtzulassungsbeschwerde darĂŒber beschwert, dass er sich nicht weiter beschweren darf. (!)

Noch vor wenigen Tagen haben 35 BetriebsrÀte mit 35 Vertretern der GeschÀftsleitung in einer Klausurtagung in Jesteburg zu diversen Themen zusammengesessen und im Rahmen des "Vertrauensvollen Umgangs" verabredet "mehr miteinander reden" zu wollen.

Wir bedauern zutiefst, dass sich die GeschÀftsleitung jetzt zu dieser Verabredung verweigert.

Was bedeutet das nun fĂŒr das Thema "Nachteilsausgleich"?

Der Konflikt geht jetzt in die nĂ€chste Runde. Sollte das BAG dem Arbeitgeber gestatten sich beschweren zu dĂŒrfen, wird er dies auch tun. Wenn dieser Beschwerde dann ebenfalls stattgegeben werden sollte, wird das BAG dann in letzter Instanz darĂŒber befinden. Das bedeutet fĂŒr die Betroffenen, dass diese fĂŒr eine lange Zeit auf eine Entscheidung warten mĂŒssen - denn die durchschnittliche Dauer der beim BAG erledigten Verfahren liegt bei 8 Monaten.

Fazit:

Unser Arbeitgeber verfolgt lieber das Interesse sich durch alle Instanzen zu klagen, als im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Betriebsrat eine angemessene Lösung fĂŒr die Kollegen/innen zu finden.

FROHE WEIHNACHTEN!

Teilen ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht:
Don't have an account yet? Register Now!

Sign in to your account