Die Umsetzung des Projekts „New Star“ ist aktuell in vollem Gange. Doch was verbirgt sich hinter diesem großen Namen? Die Entstehung eines neuen Standorts in Südwest Europa.
Vergrößerung und Wachstum klingt natürlich immer erstmal gut, doch die Hallen wollen auch mit Aufträgen gefüllt werden und diese müssen ja irgendwo herkommen. Auch wenn am Standort HAM in neue Gebäude investiert wird, so verfügt die Basis nicht über unendliche räumliche Kapazitäten. Daher bietet es sich an einige Produkte / Geräte von Hamburg nach Portugal umzusiedeln. Das Unternehmen wird dabei stets nach ökonomischen Aspekten handeln.
Jedoch stellt sich seitens des Betriebsrates die Frage, ob die Produkte wirklich nicht mehr wirtschaftlich in HAM zu halten sind? Hat der Arbeitgeber wirklich alles getan und berücksichtigt, sodass die Ausgliederung eines Produktes unumgänglich wird? Und wir reden jetzt nicht davon, dass die Geräte zu alt sind und oder die betreffenden Flugzeuge nicht mehr operieren.
In diesem Zusammenhang muss auch geprüft werden ob z.B. noch Verbesserungsvorschläge aus den Bereichen offen sind, die ggf. positive ökonomische Auswirkungen hervorrufen könnten. Denn wenn einer die Produkte kennt, dann sind es die Mitarbeitenden, die seit Jahren damit arbeiten. Aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens, sind sie oftmals eher in der Lage die Wirtschaftlichkeit eines Produktes zu bewerten als der Arbeitgeber.
Bis heute hat der Arbeitgeber keine detaillierte Auflistung aller Bereiche / Produkte / Geräte vorgelegt, welche zukünftig in Portugal angesiedelt werden sollen. Während beim Bereich Landing Gear noch heftig spekuliert wird, so ist z.B. für die Cockpit Scheiben (Bereich Windows), dass Ende am Standort HAM schon terminiert.
Was der Arbeitgeber gerne mal als „Change“ darstellt, ist für viele Arbeitnehmer oftmals eher ein Verlust. Die Mitarbeitenden dieser Bereiche werden zwar problemlos in anderen Bereichen untergebracht, aber ob das auch zu 100% zu denselben Konditionen passiert, steht auf einem anderen Blatt. Ein Interessenausgleich wie er eigentlich gemäß $111 des Betr.Vg. stattfinden müsste, wurde dabei bisher nicht erwähnt. Anders lässt sich allerdings der „Ist“ Zustand vieler Kolleginnen und Kollegen nicht sicherstellen. Niemand möchte gerne mit Einbußen im Entgelt oder im Arbeitszeitsystem leben. Gerade in diesem Punkt muss es mehr Transparenz und Engagement seitens des Arbeitgebers geben.
Denn eins ist gewiss, Produkte die erstmal „ausgegliedert“ sind, werden nur im seltensten Fall wieder zurückkommen.
DAS WOLLEN WIR AUSDRÜCKLICH NICHT!
Wir kümmern uns um die Themen, die wirklich wichtig sind. Deinen Arbeitsplatz!











